
Als Vorläufer des heute benutzten Tampondruckverfahrens kann
man das in der Schweizer Uhrenindustrie bekannte "Decalcierverfahren"
bezeichnen. Dieses Handdruckverfahren mit Gelatinetampons für
die Dekoration von Uhrenziffernblättern war jedoch nicht
sehr effektiv, da sich die Haltbarkeit der Gelatinetampons auf
einige wenige Druckvorgänge beschränkte.
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1965
wandte sich der Erfinder und Eigentümer der Fa. TAMPOPRINT, Herr
Wilfried Philipp, diesem Thema "Tampon" zu. |

1971 auf der K'71 in Düsseldorf wurde das erste mal eine elektro-mechanische
Tampondruckmaschine vorgestellt. |
1970
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Als
Vorläufer des heute benutzten Tampondruckverfahrens kann
man das in der Schweizer Uhrenindustrie bekannte "Decalcierverfahren"
bezeichnen. Dieses Handdruckverfahren mit Gelatinetampons für
die Dekoration von Uhrenziffernblättern war jedoch nicht
sehr effektiv, da sich die Haltbarkeit der Gelatinetampons auf
einige wenige Druckvorgänge beschränkte.
1965 wandte
sich der Erfinder und Eigentümer der Fa. TAMPOPRINT, Herr Wilfried Philipp, diesem Thema zu.
Es
gelang Herrn Wilfried Philipp, aus dieser weitverbreiteten
und bekannten Methode durch Experimentieren mit verschiedenen
Werkstoffgemischen die Tampons (Übertragungsmedium) auf
der Basis von Silikonkautschuk herzustellen, die viele gute
Druckeigenschaften miteinander kombinierten. Es entstanden
sehr haltbare, flexible und lösemittelbeständige
Überträger des Druckmotivs - der kaltvulkanisierte
Silikontampon.
Erst
die Erfindung des Tampons eröffnete dem heute bekannten
Tampondruck völlig neue Dekorations- und Beschriftungsvarianten.
War es bisher nur mit großem Aufwand möglich, mehrfarbige
Druckbilder zu realisieren (durch eine zeitaufwändige
Zwischentrocknung der einzelnen Farben), konnte durch diese
bahnbrechende Erfindung nun sogar der Naß-in-Naß Druck
mit Lösemittelfarben, heute auch UV-Tampondruckfarben,
ermöglicht werden! |
Bereits
im Jahre 1965 beschäftige sich Herr Wilfried Philipp intensiv
mit dem Bau einer mechanischen Tampondruckmaschine zum Bedrucken
von Uhrenziffernblättern. Die hierbei gewonnenen Erfahrungen
konnten so in die weitere Entwicklung einfließen, dass
bereits 1968 die erste Tampondruckmaschine der Welt arbeitete.
Als
1971 auf der K'71 in Düsseldorf erstmals eine elektro-mechanische
Tampondruckmaschine vorgestellt werden konnte, war dies eine
Sensation. Bis zu diesem Zeitpunkt war es unmöglich, dreidimensionale
und gewölbte Kunststoffprodukte (z.B. Verpackungen, Deoroller)
maschinell zu bedrucken.
Der
Revolution der Design- und Beschriftungsindustrie stand
nichts mehr im Wege. Der industrielle Tampondruck hatte begonnen.
Aus dem Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie im Jura, Montreux,
kam die erste Großbestellung: 100 Tampondruckmaschinen.
Ein Vierteljahr später wurde die erste Tampondruckmaschine
ausgeliefert. |